Manhattan by Night
Während dem langen Flug von London nach New York habe ich wie immer wie ein Stein geschlafen. Einen Film konnte ich aber noch anschauen. „The Danish Girl“ wollte ich eh schon immer mal sehen, und die Länge des Films hat super mit dem Einsetzen der Wirkung meiner Schlaftablette gepasst.
Am JFK angekommen ging es dann wie gewohnt durch die Passkontrolle. Im Flieger bekommt man schon einen Schein für die Einreise den man ausfüllen muss. Unter anderem muss man dort auch angeben, ob man Lebensmittel wie Obst oder Bargeld einführt. Ich hab natürlich alles mit NEIN angekreuzt. Bis mir dann eingefallen ist, dass ich in meinem Handgepäckskoffer noch zwei super leckere, saftige Granny Äpfel hatte. Auf dem Weg zur Passkontrolle gab es keinen einzigen Mülleimer. Ich hab dann einfach die Äpfel dem Typ bei der Passkontrolle gezeigt und ihn gefragt, was ich damit machen soll. Er meinte dann, drüben am Gepäckband soll ich sie wegschmeißen. Ok, ist ja easy – dachte ich bis dahin! Es kommt aber nochmal eine Kontrolle, bei der ich dann gefragt wurde, ob ich Obst etc. dabei habe. Ich hab dann natürlich stolz gesagt, dass ich welches hatte, aber dieses nach Anweisung schon entsorgt habe! Nun ja, das kam nicht so gut an! Ich durfte die Kontrolle nicht passieren und musste in einen separaten Bereich. Da kam dann ein Mann (ehrlich, der hat in seinem Job glaub gar nix zu sagen, hat sich aber aufgespielt wie sonst wer) der mich sehr entsetzt gefragt hat, was zum Teufel ich mit den Äpfeln gemacht habe. Ich könne die doch nicht einfach so in den Müll werfen. Die müssen nach strengsten Vorschriften entsorgt werden, blablabla. Ich war noch immer im Halbschlaf und bin ihm hinterher gewatschelt. Wir mussten dann durch die ganze Masse an Menschen bis zu der Mülltonne in die ich die Äpfel geschmissen habe. Er hat die ganze Zeit zu seinen Kollegen in einer Lautstärke geschrien, die am anderen Ende der Halle standen, „she throw the apples in the pin! She throw it away!“. Bin mir vorgekommen wie ein Verbrecher, der Bomben in Form von Äpfeln in den Flughafenmüll geschmissen hat. Naja, das ganze ging dann soweit, dass ich die Äpfel selber aus dem Müll holen musste, mein Gepäck komplett gescannt wurde und ich dann endlich den Flughafen verlassen durfte. Also, beim nächsten Mal kein Obst mitnehmen oder einfach schnell aufessen!
Ich habe mir Online einen Transfer vom Flughafen JFK zu meinem Hostel gebucht. Mit Super Shuttle kommt man für ca. 20$ direkt in die Stadt. Die Fahrt dauert ca. eine Stunde und hängt von dem Verkehr und den anderen Passagieren ab, je nachdem wo das eigene Hotel oder Hostel liegt kann es auch etwas länger dauern. Um kurz nach 8 p.m. (20 Uhr) bin ich dann im New York Budget Inn Hostel angekommen. Ich bin schnell in mein 4 Bed Female Room eingecheckt und dann mit dem Taxi direkt zum Times Square gefahren, weil dort um 21 Uhr eine Nachtbus Tour los ging. Die wollte ich unbedingt machen um mir einen ersten Eindruck vom Big Apple by Night zu verschaffen, denn schlafen konnte ich jetzt erst mal eh nicht.
Die Tour ging durch Downtown Manhatten (siehe Karte), über die Manhattan Bridge mit Blick auf die beleuchtete Brooklyn Bridge und die Skyline von Manhattan.
| Times Square by Night |
Es gab sogar ein Sonderangebot beim Ticket: 48h Gültigkeit auf allen Linien + Night Tour für 54$. Noch zu Hause habe ich mich über die vielen Anbieter der Hop on Hop off Touren informiert, Preise und Touren recherchiert – aber direkt vor Ort war dann doch alles billiger als im Internet, weil es immer noch Spezialangebote gibt. Also für 54$ kann man nichts sagen. Zudem hab ich die zwei Tage voll ausgenutzt und insgesamt 4 Touren gemacht: Night, Downtown, Uptown und Brooklyn Tour. Die Night Tour ging über 2h und gegen Ende bin ich dann doch sehr müde geworden und war froh als ich wieder im Hostel war und unten in meinem Stockbett lag. Das Zimmer war relativ groß und die anderen Mädels alle nett. Generell war das Hostel wirklich ein Glücksgriff, sehr zentral gelegen und sehr sauber. Die Zimmer werden einmal am Tag gereinigt und die Duschen & Toiletten fast stündlich. Leider war es sehr laut, was an der Dauerbaustelle direkt vor dem Fenster lag. Aber NYC ist gefühlt eine einzige große Baustelle. Ich habe mich noch schnell häuslich eingerichtet, bin kurz unter die Dusche gesprungen und dann gings ab ins Bett. Wie ich die weiteren Tage in NYC erlebt habe erfährst du hier.
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